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G9 - Zeit für Talente

G9 - Zeit für Talente

Die Klaus-Groth-Schule hat sich auf der Schulkonferenz am 10.1.2018 mit der Mehrheit der Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler für G9 ausgesprochen. 

Zugleich bieten wir als starke Schule ein attraktives Konzept, mit dem Schnelllerner auch nach 8 Jahren das Abitur erlangen können.

Wann starten wir?

Die Umsetzung von G9 erfolgt gemäß den schulrechtlichen Vorgaben im Schuljahr 2019/20 für die 5. und 6. Klassen. Das bedeutet, dass die jetzigen Vierklässler, die im kommenden Schuljahr (2018/19) am Gymnasium starten, nach einem Schuljahr in den G9-Rhythmus wechseln.

Für alle Jahrgänge, die vor dem Schuljahr 2018/19 eingeschult wurden, bleibt G8. Hier gelten weiterhin unsere G8-Prinzipien.

Wovon sind wir überzeugt?

Drei Grundgedanken haben uns als Klaus-Groth-Schule bei der G8/G9-Diskussion bestimmt:

  • G8 und G9 sind beide für uns sehr gut machbar.
  • Wir entscheiden uns nicht gegen G8, sondern für G9.
  • Ob G8 oder G9, entscheidend ist, dass wir unsere hohe Unterrichtsqualität beibehalten.

 

Folgenden Vorzug sehen wir in G9: Wir haben mehr Zeit für die Talente aller unserer Schülerinnen und Schüler.

  1. Dadurch, dass der Unterrichtsstoff weniger komprimiert ist, gewinnen wir im Unterricht Zeit, um noch differenzierter am Lernerfolg eines jeden Einzelnen arbeiten zu können.
  2. In der Sekundarstufe I kann durch das zusätzliche Jahr noch intensiver pädagogisch gearbeitet werden.
  3. Durch das zusätzliche Jahr kann die Oberstufe leichter gelingen, da eine gewisse Reife vorliegt.
  4. Wenn der Unterricht am Tag früher endet, können der Verstärkungsunterricht, die Talent-AGs, die Talent-Förderprogramme und das Ganztagsangebot mit seinen Förderangeboten noch besser genutzt werden.
  5. Als international ausgerichtete Schule können wir unseren Schülerinnen und Schülern noch mehr Auslandserfahrungen ermöglichen.

Was bieten wir den Schnelllernern?

20% der Schülerinnen und Schüler zählen statistisch zu den Leistungsstarken oder potentiell besonders Leistungsfähigen. Diese Schnelllerner werden bei uns – wie alle anderen – intensiv gefördert. Unsere Förderung für diese Gruppe besteht aus zwei Säulen:

Wegen dieses Konzepts sind wir im Herbst 2017 als einzige weiterführende Schule in Neumünster aus allen landesweiten Bewerbern zu einer vom Bund und vom Land unterstützten Talentschule ernannt worden. Wir sind damit eine von 10 Talentschulen in Schleswig-Holstein. Wissenschaftler begleiten und unterstützen nun unsere Arbeit mit leistungsstarken und potentiell besonders leistungsfähigen Kindern und Jugendlichen für 10 Jahre. 

Was ändert sich strukturell?

Die gute Nachricht: Unser erfolgreiches Schulkonzept bleibt erhalten. Es ändert sich strukturell Folgendes:

  • Die zweite Fremdsprache (Latein / Französisch) startet in der 7. Klasse. 
  • Der Beginn des Wahlpflichtfaches (Spanisch, Italienisch, Informatik, angewandte Naturwissenschaften/Technik) verschiebt sich von der 8. in die 9. Klasse.
  • Es wird in der Mittelstufe ein 10. Lernjahr geben. Dadurch erhalten alle, die in die Oberstufe versetzt werden, automatisch den Mittleren Schulabschluss. Bislang ist dies erst nach dem Ende des ersten Oberstufenjahres der Fall.
  • Das Ganztagsprogramm wird ausgeweitet, damit alle berufstätigen Eltern weiterhin Sicherheit haben. 
  • Wir haben mehr Lehrerstunden zur Verfügung, die vom Ministerium bereitgestellt werden.

Welche rechtlichen Vorgaben gibt es?

Das Bildungsministerium hat den Gymnasien eine klare Vorgabe gemacht, wie bei der Frage von G8 und G9 vorzugehen ist:

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird an den Gymnasien flächendeckend G9 - beginnend mit den fünften und sechsten Jahrgängen - eingeführt. Die Gymnasien, die dies wünschen, haben einmalig die Wahlfreiheit, bei ihrem bisherigen G8- oder Y-Modell zu verbleiben. Für diese Entscheidung ist ein Votum der Schulkonferenz mit Dreiviertel-Mehrheit der gewählten Mitglieder in geheimer Abstimmung notwendig.

An der Klaus-Groth-Schule wurden am 10.1.2018 auf der Schulkonferenz durch eine Abstimmung mit deutlicher Mehrheit die Weichen für G9 gestellt.

Was macht das (G9-)Gymnasium aus?

G9 bedeutet nicht, dass wir davon abkehren, das Gymnasium als Schulform zu stärken. Im Gegenteil. Wir sind vom Gymnasium überzeugt. Aber was unterscheidet das Gymnasium, auch das G9-Gymnasium, von Gemeinschaftsschulen?

  1. Das Gymnasium hat zielgenau das Abitur im Blick. Unsere Aufgabe ist es, Kinder und Jugendliche auf diesen Abschluss vorzubereiten - sicher, behutsam und linear. Linear bedeutet, dass wir nicht anstreben, Lerngruppen zunächst zum Ersten Allgemeinbildenden Abschluss zu führen, dann zum Mittleren Abschluss zu bringen, um abschließend erst eine Ausrichtung auf das Abitur vorzunehmen. Wir führen direkt zum Abitur. Mit dieser klaren gymnasialen Ausrichtung ist immer auch ein gesunder Leistungsanspruch sowie als Voraussetzung für den Erfolg die Freude am Lernen verbunden.
  2. Schülerin oder Schüler am Gymnasium zu sein, bedeutet grundsätzlich, mit einem recht hohes Maß an Selbstständigkeit zu lernen. Diese wird am Gymnasium stark gefördert, sollte aber auch schon vorhanden sein.
  3. Unsere Erfahrung als Gymnasium zeigt, dass wir eine geringere Heterogenität im Lernspektrum haben als andere Schularten. Denn es finden sich Kinder zusammen, die ein ähnliches Leistungsbild haben. Das bedeutet: Die Schülerinnen und Schüler sind am Gymnasium erfolgreich, die gute und stabile Leistungen bereits in der Grundschule zeigen.
  4. Am Gymnasium ist der hohe Stellenwert der Sprachen kennzeichnend - auch an einer starken MINT-Schule wie der unseren. Dies unterscheidet uns von anderen Schularten. Der sehr hohe Stellenwert der ersten und zweiten Fremdsprache sowie die Chance, eine dritte oder gar vierte Fremdsprache im Regelunterricht zu lernen, am bilingualen Unterricht teilzunehmen und auch ein sprachliches Profil tatsächlich belegen zu können, macht das Gymnasium aus. 
  5. Prinzipiell ist es das Ziel des Gymnasiums, alle Vorbereitungen zu treffen, dass die Absolventin oder der Absolvent studierfähig ist. Es geht uns also darum, die jungen Menschen darauf vorzubereiten, wissenschaftlich arbeiten zu können. Kurzum, das Gymnasium betreibt Wissenschaftspropädeutik.
  6. Das Gymnasium steht nach unserem Verständnis für humanistische Bildung. Diesem Gedanke, der unserer Schulart seit Generationen eigen ist, fühlen wir uns verpflichtet. Das bedeutet, dass wir uns über die Vermittlung des Funktionalen und Praktischen hinaus stark der Vermittlung von Inhalten, die das Menschsein in feiner Weise prägen, widmen.