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14.07.
2017

Auf den Spuren der Varuschlacht

Vor dem Museum in Kalkriese

Die berühmte Maske

Wer nicht mitfahren konnte, hat hier nun die Gelegenheit, einen schönen Reisebericht zu lesen. Er stammt von Niklas J. Dröge aus der 11. Klasse:

"Am Montag, dem 10. Juli, war es soweit: Interessierte Schüler der achten und neunten Klassen sowie einige Elftklässler machten sich auf zur Spurensuche der sagenumwobenen Varusschlacht im Teutoburger Wald. Gegen 8 Uhr fuhren wir mit dem eigens bestellten Reisebus ins Osnabrücker Land. In Kalkriese bei Osnabrück war unser Ziel dann das Museum und Park Kalkriese. Dies ist vermutlich der Ort, an dem die tragische Schlacht zwischen den Römern und den Germanen 9 n. Chr. ausgetragen wurde. Doch neben dem vermeintlichen Schauplatz bietet dieser Ort auch noch ein interessantes und vielseitiges Museum. Besonders beeindruckend war hier die Ausstellung von Fundstücken wie bspw. Münzen aus reinem Gold, deren Prägung auf den tatsächliche Zeitpunkt und den Ort der Schlacht hinwiesen, die lange Zeit vergessen und deren Ort unbekannt war, sowie die Helmmaske eines römischen Reiters, der diese wohl in dem Gefecht verloren hat, die heute ein Glücksfund für die Archäologen ist und das Markenzeichen des Museums darstellt. In dem modernen Museumsbau wird der Kampf zwischen Arminius und Varus anschaulich und plastisch für heutige Besucher präsentiert. Dabei werden neben Ausführungen über das römische Soldatenleben auch Darstellungen bezüglich der Ausstattung der römischen Soldaten selbst, ihren germanischen Widersachern und dem vermutlichen Ablauf der Schlacht dargestellt Hierbei bot die Dauerausstellung uns Besuchern die Möglichkeit, gerade auch durch die Anwendung moderner Medien, die damalige Zeit und die Menschen besser zu „begreifen“. Wir erhielten zudem in dem Museum eine Führung, die uns nicht nur Informationen über die kriegerische Auseinandersetzung bot, sondern vielmehr auch die Umstände näher erklärte, unter denen der Ort der Varusschlacht sowie deren Verlauf wiederentdeckt wurde. Hierbei erfuhren wir, dass ein britischer Offizier und Hobbyforscher drei Schleudergeschosse aus Blei 1987 in Kalkriese fand, welches den Beginn der systematischen Ausgrabungen, die noch bis heute andauern, bezeichnete. Wir erhielten danach noch die Gelegenheit, auf den angeschlossenen Turm des Museums zu steigen und von dort das „Schlachtfeld“ von oben in Augenschein zu nehmen. Gerade die Vorstellung, dass direkt vor den eigenen Augen, zwischen Wiehengebirge und dem Sumpf zu damaliger Zeit eine Vielzahl von Aufständischen und Römern ihr Leben lassen mussten, beeindruckte sehr. Auch konnte man von oben einen Teil des rekonstruierten Germanenwalls sehen. Leider war die Zeit des Aufenthaltes relativ kurz bemessen, da wir gegen 16.15 Uhr bereits die Rückreise antreten mussten. Trotz des starken Verkehrs auf der Autobahn und der momentan obligaten Stau-Wartezeiten war die Fahrt nicht nur interessant, sondern auch amüsant. Wir bedanken uns bei Herrn Piest, Herrn Johannwille, Herrn Eggert und Frau Gresch und können eine solche Exkursion nur wärmstens empfehlen."